ALLGEMEINE LEISTUNGEN
Parodontitis-Behandlung in Berlin-Mitte
Gesundes Zahnfleisch ist die Basis eines strahlenden Lächelns und entscheidend für den langfristigen Erhalt Ihrer Zähne. In unserer Praxis in Berlin-Mitte behandeln wir Parodontitis mit modernsten Methoden und individuell auf Sie abgestimmten Therapiekonzepten.
Parodontitis – früher auch Parodontose genannt – ist eine der häufigsten Zahnerkrankungen in Deutschland. Fast 12 Millionen Menschen sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Mit rechtzeitiger Diagnose und professioneller Behandlung lässt sich die Erkrankung erfolgreich stoppen und Ihre Zähne können langfristig erhalten werden.
Als Spezialist für Implantologie wissen wir, wie wichtig gesundes Zahnfleisch und ein stabiler Zahnhalteapparat für den Erfolg von Zahnimplantaten sind. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine gründliche Parodontitis-Behandlung und präventive Nachsorge.
Was ist Parodontitis?
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodont), der Ihre Zähne im Kieferknochen verankert. Die Erkrankung beginnt meist als harmlose Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und entwickelt sich ohne Behandlung zu einer ernsthaften Erkrankung, die zum Zahnverlust führen kann.
Wie entsteht Parodontitis?
Die Hauptursache sind bakterielle Zahnbeläge (Plaque), die sich am Zahnfleischrand ansammeln. Diese Bakterien produzieren Giftstoffe, die eine Entzündungsreaktion auslösen. Wird diese nicht behandelt, bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich weitere Bakterien ansiedeln. Mit der Zeit greift die Entzündung auf den Kieferknochen über, der sich zurückbildet – die Zähne verlieren ihren Halt.
Stadien der Parodontitis
- Gingivitis (Zahnfleischentzündung): Reversible Entzündung des Zahnfleischs, noch kein Knochenabbau
- Leichte Parodontitis: Beginnender Knochenabbau, Taschentiefe bis 4 mm
- Mittelschwere Parodontitis: Deutlicher Knochenabbau, Taschentiefe 4-6 mm
- Schwere Parodontitis: Massiver Knochenabbau, Taschentiefe über 6 mm, Zahnlockerung
Symptome: Woran erkennen Sie Parodontitis?
Parodontitis entwickelt sich oft schleichend und schmerzfrei. Viele Betroffene bemerken die Erkrankung erst spät. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Essen
- Geschwollenes, gerötetes oder empfindliches Zahnfleisch
- Zahnfleischrückgang – die Zähne wirken länger
- Unangenehmer Mundgeruch oder schlechter Geschmack
- Eiterbildung am Zahnfleischrand
- Lockere Zähne oder Veränderungen beim Zusammenbeißen
- Schmerzempfindlichkeit bei heißen oder kalten Speisen
Erkennen Sie bei sich ein oder mehrere Symptome für Parodontose?
Zögern Sie nicht – vereinbaren Sie noch heute einen Termin zur Parodontose-Untersuchung bei der Praxis Trilck in Berlin-Mitte!
Ursachen und Risikofaktoren für Parodontitis
Während bakterielle Zahnbeläge die Hauptursache sind, gibt es verschiedene Faktoren, die das Risiko für Parodontitis erhöhen:
Mangelnde Mundhygiene: Unzureichende Zahnpflege fördert die Plaquebildung
Rauchen: Raucher haben ein 4-6-fach erhöhtes Parodontitis-Risiko
Diabetes: Schlecht eingestellter Diabetes begünstigt Entzündungen
Genetische Veranlagung: Manche Menschen haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko
Stress: Schwächt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit
Bestimmte Medikamente: Können Zahnfleischveränderungen verursachen
Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Wechseljahre sowie Mangel an bestimmten Vitaminen können eine Rolle spielen
Wie läuft die Parodontitis-Behandlung ab?
In unserer Praxis in Berlin-Mitte behandeln wir Parodontitis systematisch und individuell abgestimmt. Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
Diagnostik und Befundaufnahme
Zu Beginn führen wir eine gründliche Untersuchung durch. Mit einer speziellen Sonde (PSI Sonde) messen wir die Tiefe der Zahnfleischtaschen an jedem Zahn. Wir dokumentieren Zahnfleischbluten, Zahnlockerung und Zahnfleischrückgang. Wir setzten Röntgenaufnahmen oder 3D-Diagnostik an, um das Ausmaß des Knochenabbaus zu beurteilen.
Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Unsere speziell ausgebildeten Prophylaxe-Expertinnen entfernen alle weichen und harten Zahnbeläge oberhalb des Zahnfleischrands. Anschließend polieren wir die Zahnoberflächen, um eine erneute Bakterienansiedlung zu erschweren. Sie erhalten individuelle Tipps zur optimalen Mundhygiene.
Systematische Parodontitis-Therapie
Dies ist die eigentliche Behandlung der Parodontitis. Wir reinigen die Zahnfleischtaschen gründlich und entfernen bakterielle Beläge und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrands (bei Bedarf unter örtlicher Betäubung) . Wir glätten die Wurzeloberflächen (Scaling und Root Planing), damit sich Bakterien nicht mehr so schnell ansiedeln können.
Die Behandlung erfolgt schonend und möglichst schmerzfrei. Je nach Befund behandeln wir die gesamte Mundhöhle in ein bis zwei Sitzungen.Chirurgische Parodontitis-Behandlung (bei Bedarf)
Bei tiefen Zahnfleischtaschen oder hartnäckigen Entzündungen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Dabei legen wir das Zahnfleisch zurück, um die Wurzeloberflächen unter Sicht gründlich zu reinigen. In manchen Fällen führen wir regenerative Maßnahmen durch, um verlorenen Knochen wiederaufzubauen.
Als Spezialist für Implantologie verfügen wir über umfangreiche Erfahrung in chirurgischen Verfahren und können auch komplexe Fälle sicher behandeln.Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) / Recall
Nach der aktiven Behandlung ist die regelmäßige Nachsorge entscheidend für den langfristigen Erfolg. In individuell festgelegten Abständen – meist alle 3 bis 6 Monate – kommen Sie zur professionellen Zahnreinigung und Kontrolle.
Unsere Prophylaxe-Expertinnen bilden mit Ihnen durch die individuelle Abstimmung der Vorsorge und Behandlung die Grundlage für einen langanhaltenden Erfolg.
Wie lange dauert die Behandlung und ist sie schmerzhaft?
Behandlungsdauer: Die systematische Parodontitis-Therapie erfolgt in der Regel in 1-2 Sitzungen von meist über 90 Minuten. Bei schweren Fällen oder chirurgischen Eingriffen können weitere Termine notwendig sein.
Schmerzen: Die Behandlung führen wir unter örtlicher Betäubung durch – Sie spüren währenddessen keine Schmerzen. Nach Abklingen der Betäubung kann das Zahnfleisch für einige Tage empfindlich sein. Bei Bedarf können Sie leichte Schmerzmittel einnehmen.
Heilung: Das Zahnfleisch heilt in der Regel innerhalb von 2-4 Wochen. Die vollständige Regeneration des Gewebes kann mehrere Monate dauern. Ihre Mitarbeit bei der Mundhygiene und die regelmäßige Nachsorge sind entscheidend für den Erfolg.
Was kostet eine Parodontitis-Behandlung?
Die Kosten für die Parodontitis-Behandlung sind abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und dem notwendigen Behandlungsumfang.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die systematische Parodontitis-Therapie, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (Taschentiefe mindestens 3,5 mm an mehreren Zähnen und aktuelle Röntgenaufnahme). Die Behandlung muss vorab bei der Krankenkasse beantragt und genehmigt werden.
Was wird übernommen?
- Diagnostik und Befunderhebung
- Systematische Parodontitis-Therapie (geschlossene Behandlung)
- Nachsorgeuntersuchungen im ersten zwei Jahr
Eigenleistungen
Bestimmte Leistungen werden nicht oder nur teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen:
- Professionelle Zahnreinigung vor der Behandlung
- Reinigung von Zahnimplantaten und Brückengliedern
- Bakterientests zur Keimbestimmung
- Lokale Antibiotika-Therapie
- Regenerative Verfahren (Knochenaufbau)
Wichtig: Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel einen höheren Anteil der Behandlungskosten. Wir erstellen Ihnen gerne einen detaillierten Kostenplan vor Beginn der Behandlung.
Parodontitis und Implantate: Warum gesundes Zahnfleisch so wichtig ist
Als Spezialist für Implantologie liegt uns die Parodontitis-Behandlung besonders am Herzen. Der Grund: Gesundes Zahnfleisch und ein stabiler Kieferknochen sind die Grundvoraussetzungen für den langfristigen Erfolg von Zahnimplantaten.
Periimplantitis: Die Parodontitis des Implantats
Auch Implantate können von einer parodontitisähnlichen Entzündung betroffen sein – der sogenannten Periimplantitis. Bakterien greifen das Gewebe um das Implantat an und können zu Knochenabbau und Implantatverlust führen.
Patienten mit unbehandelter Parodontitis haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Periimplantitis. Deshalb behandeln wir Parodontitis konsequent vor einer geplanten Implantation und stellen sicher, dass die Entzündung gestoppt ist.
Unsere Expertise
In unserer Praxis in Berlin-Mitte verbinden wir Parodontologie und Implantologie zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept. Wir schaffen optimale Voraussetzungen für Implantate durch:
- Konsequente Parodontitis-Behandlung vor Implantation
- Knochenaufbaumaßnahmen bei Bedarf
- Langfristige Prophylaxe zum Schutz von Zähnen und Implantaten
- Moderne 3D-Diagnostik für präzise Planung
Parodontitis vorbeugen: So schützen Sie Ihr Zahnfleisch
Durch eine gute Vorsorge und einen gesunden Lebensstil kann einer akuten Parodontitis wirkungsvoll vorgebeugt werden. Bei regelmäßigen Kontrollen kann eine Entzündung des Zahnhalteapparats frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Unsere Tipps für gesundes Zahnfleisch
- Gründliche Mundhygiene: Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mindestens zwei Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Verwenden Sie Zahnseide oder Interdentalbürsten für die Zahnzwischenräume.
- Professionelle Zahnreinigung: Lassen Sie mindestens zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen. Bei erhöhtem Risiko sind häufigere Termine sinnvoll.
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Kommen Sie zweimal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle. So können wir Probleme frühzeitig erkennen.
- Nichtrauchen: Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren. Ein Rauchstopp verbessert die Heilungschancen erheblich.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung stärkt Ihr Immunsystem und Ihr Zahnfleisch.
- Diabetes gut einstellen: Bei Diabetes ist eine gute Blutzuckereinstellung wichtig für die Zahnfleischgesundheit.
Häufig gestellte Fragen zur Parodontitis-Behandlung
Ist Parodontitis heilbar?
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die nicht vollständig heilbar ist. Mit einer konsequenten Behandlung und regelmäßiger Nachsorge lässt sich die Erkrankung jedoch stoppen und ein weiterer Abbau des Zahnhalteapparats verhindern. Ihre Zähne können bei guter Mitarbeit langfristig erhalten bleiben.
Kann ich meine Zähne durch Parodontitis verlieren?
Ja, unbehandelte Parodontitis ist die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Durch den fortschreitenden Knochenabbau verlieren die Zähne ihren Halt und können ausfallen. Mit rechtzeitiger Behandlung lässt sich dies jedoch in den meisten Fällen verhindern.
Ist Parodontitis ansteckend?
Die Bakterien, die Parodontitis verursachen, können über Speichel übertragen werden – etwa durch Küssen oder gemeinsames Benutzen von Besteck. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder automatisch erkrankt. Ob sich eine Parodontitis entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere von der Mundhygiene und der individuellen Anfälligkeit.
Wie lange dauert es, bis die Entzündung abheilt?
Das Zahnfleisch beginnt bereits wenige Tage nach der Behandlung zu heilen. Eine deutliche Besserung ist meist nach 2-4 Wochen spürbar – das Zahnfleischbluten geht zurück und Schwellungen nehmen ab. Die vollständige Ausheilung und Stabilisierung kann jedoch mehrere Monate dauern.
Muss ich nach der Behandlung besondere Verhaltensregeln beachten?
In den ersten Tagen nach der Behandlung sollten Sie auf sehr harte, scharfe oder heiße Speisen verzichten. Putzen Sie vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Sauna und Alkohol für 24-48 Stunden. Bei chirurgischen Eingriffen gelten zusätzliche Verhaltenshinweise, die wir Ihnen genau erklären.
Bildet sich das Zahnfleisch nach der Behandlung wieder auf?
Einmal zurückgebildetes Zahnfleisch wächst in der Regel nicht vollständig nach. Die Behandlung zielt darauf ab, die Entzündung zu stoppen und weiteren Gewebeabbau zu verhindern. In bestimmten Fällen können wir durch chirurgische Maßnahmen oder regenerative Verfahren verloren gegangenes Gewebe teilweise wiederherstellen.
Was passiert, wenn ich die Nachsorge-Termine nicht wahrnehme?
Ohne regelmäßige Nachsorge steigt das Risiko erheblich, dass die Parodontitis wieder aufflammt. Die unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) ist entscheidend für den langfristigen Erfolg. Studien zeigen, dass Patienten ohne regelmäßige Recall-Termine häufiger Zahnverlust erleiden.
Hat Parodontitis Auswirkungen auf meine allgemeine Gesundheit?
Ja, Parodontitis wird mit verschiedenen Allgemeinerkrankungen in Verbindung gebracht. Studien zeigen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfall und Schwangerschaftskomplikationen. Die chronische Entzündung im Mund kann sich auf den gesamten Körper auswirken. Eine erfolgreiche Parodontitis-Behandlung trägt daher auch zu Ihrer allgemeinen Gesundheit bei.
